Es wäre verfehlt, Mängel nur bei älteren Autos zu erwarten. Gerade die Wandlung von Neuwagen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein Grund dafür ist die ständig zunehmende technische Komplexität der Fahrzeuge. Insbesondere die Elektronik der Fahrzeuge bzw. die zunehmende Computerisierung führt zu einer Vielzahl von Mängeln, die oftmals die oben genannten Voraussetzungen für den Rücktritt vom Kaufvertrag erfüllen. Im Ergebnis ist es oft mit Erfolg möglich, das Auto zu wandeln und die Rückabwicklung des Autokaufs durchzusetzen.

Um die Wandlung bzw. den Rücktritt erfolgreich erklären zu können, muss grundsätzlich dem Verkäufer des Autos erfolglos eine angemessene Frist zur Nacherfüllung (Mangelbeseitigung oder Lieferung einer mangelfreien Sache) gesetzt worden sein. Die Anforderungen der Fristsetzung ist größtenteils eine Abwägungsfrage und kann von Fall zu Fall variieren. Einige Grundsätze lassen sich nachfolgend dennoch aufstellen.

Die Kosten der Wandlung eines KfZ trägt der Verkäufer. Zu den Kosten gehören insbesondere Fahrtkosten, Gutachterkosten und die Kosten für einen Anwalt und das Gericht. Die Kosten der Wandlung stellen üblicherweise einen Schaden des Käufers dar, den der Verkäufer ersetzen muss. Dafür müssen lediglich die Voraussetzungen der Wandlung erfüllt sein. Soweit eine Rechtschutzversicherung exstiert übernimmt diese in den meisten Fällen die Kosten. Ausreichend ist regelmäßig eine auf das Fahrzeug bezogene Verkehrsrechtschutzversicherung. Dies ist gerade auch für Unternehmer interessant, die nur eingeschränkten Zugang zu Rechtschutz in Vertragsangelegenheiten haben.