Das Fahren ohne Fahrerlaubnis und das Fahren ohne Führerschein müssen unterschieden werden. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Tatbestände die sich in ihrer Rechtsfolge erheblich unterscheiden. Soweit lediglich der Führerschein nicht vorgelegt werden kann, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer geringen Geldbuße geahndet wird. Das Fahren ohne Fahrerlaubnis stellt hingegen eine Straftat dar, die neben Geldstrafe auch mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Fahren ohne Führerschein

Fahren ohne Führerschein (§ 74 I Nr. 4 StVG) stellt lediglich eine Ordnungswidrigkeit dar. Unter den Tatbestand fallen Fahrzeugführer die ihre Führerschein-Urkunde im Original nicht vorweisen können. Für einen Verstoß gegen die Norm droht in der Regel ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 EUR.

Fahren ohne Fahrerlaubnis

Das Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG) hingegen stellt eine Straftat dar. Der Strafrahmen erstreckt sich von einer Geldstrafe bis hin zu einer einjährigen Freiheitsstrafe.

Unter den Tatbestand fallen alle die entweder keine Fahrerlaubnis besitzen oder einem Fahrverbot unterliegen.

Aber auch der Halter eines Kfz kann sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar machen, soweit er sein Fahrzeug entsprechenden ungeeigneten Personen überlässt. Dies ergibt sich aus § 21 I Nr. 2 StVG. 

 

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