Unser Mandant erwarb im Jahr 2013 einen Porsche Cayman als Gebrauchtwagen (Baujahr 2006) im Wert von fast 25.000 EUR. Obwohl das Fahrzeug ausdrücklich als scheckheftgepflegt verkauft wurde, sei es nach seinen Angaben nicht ordnungsgemäß scheckheftgepflegt. Aus diesem Grund wollte er vom Vertrag zurücktreten.

Dem Mandanten sei bei den Vertragsverhandlungen zugesichert worden, dass es sich um ein scheckheftgepflegtes Fahrzeug handele. Bei Vorlage im Porsche Zentrum sei jedoch festgestellt worden, dass die jeweiligen Inspektionen laut Scheckheft nicht nach den Herstellerangaben durchgeführt wurden. Darüber hinaus bestehe der Verdacht, dass die gemachten Eintragungen im Scheckheft gefälscht seien. Weiterhin handle es sich bei dem Fahrzeug um einen Re-Import, was unserem Mandanten erst bei der Übergabe des Fahrzeugs mitgeteilt wurde.

Da diese Umstände Mängel darstellen, die nicht behoben werden können, erklärte unser Mandant den Rücktritt vom Kaufvertrag. Der Rücktritt wurde zunächst abgelehnt, worauf erneut der Rücktritt, sowie die Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung erklärt wurde. Die Gegenseite lehnte die Rückabwicklung wiederum ab mit der Begründung, dass das Fahrzeug tatsächlich scheckheftgepflegt sei und unserem Mandanten die Eigenschaft als Re-Import beim Vertragsschluss bekannt gewesen sei.

Daraufhin wurde Klage erhoben, in der auch weitere Positionen, wie beispielweise der Ersatz von Inspektionskosten, geltend gemacht wurden. Insgesamt betrug der Streitwert ca. 29.300 EUR. Im Wege eines gerichtlichen Vergleichs konnten für unseren Mandanten 27.000 EUR gegen Rückgabe des Fahrzeuges realisiert werden. 

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