Unsere Mandantin kaufte im Jahr 2010 einen Peugeot 807 als Gebrauchtwagen (Erstzulassung: 2004) im Wert von fast 8000 EUR.  Kurze Zeit nach dem Kauf bemerkte sie, dass die Zündeinrichtung mangelhaft sei und darüber hinaus Probleme mit der Batteriespannung und dem Getriebe aufgetreten seien. Sie wollte den Vertrag rückabwickeln.

Nach mehreren Werkstattaufenthalten seien laut unserer Mandantin die Probleme mit der Zündeinrichtung, gelegentlicher Batterieunterspannung, erhebliche Getriebefehler, defektre Einspritzdrüsen und ein Fehler der Drosselklappe nicht behoben worden. Nach vergeblicher Fristsetzung zur erneuten Beseitigung der Mängel forderte sie die Rückabwicklung des Vertrags. Die Gegenseite lehnte eine Rückabwicklung jedoch ab und bestritt das vorliegen von Mängeln am Getriebe.

Hierauf wurde Klage am Landgericht erhoben. Die Klage wurde zunächst abgewiesen, wogegen Berufung eingelegt wurde. Im Rahmen des Berufungsverfahrens stellte sich heraus, dass bei dem Wagen nachweislich ein bekannter Getriebeschaden bei der Übergabe bestand, die Gegenseite diesen jedoch als "ohne Vorschaden" ausgewiesen hatte.

Das Kammergericht entschied schließlich zugunsten unserer Mandantin und verurteilte die Gegenseite zur Rückzahlung des Kaufpreises plus Verzinsung, Ersatz der aufgewendeten Reparaturkosten, Zulassungskosten, Kosten zur Finanzierung eines Ersatzfahrzeuges und Rechtsanwaltskosten, abzüglich einer Nutzungserschädigung wegen arglistiger Täuschung.

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